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Die verzaubernde Fahrt durch die Wüstenhochebene von Salta in Argentinien führt mich nach Atacama in Chile am Rande aktiver Vulkane und über eine Passhöhe von über viertausend Meter über Meer. Gleichsam meinem schmerzenden Kopf klaffen die Spalten im Gestein wie gefährliche Krokodilsrachen vor dem Zuschnappen auseinander. Schnee wie Puderzucker liegt zuoberst auf den über sechstausend Meter hohen Vulkangipfeln. Die braunrote Hochebene wird nur da und dort von kleineren silberweissen Salzflecken, von tiefgrünblauen Lagunen oder von gelbgrünen vereinsamten Grasbüscheln unterbrochen.

San Pedro de Atacama in Chile immerhin noch auf fast zweitausendfünfhundert Metern hat den einsamen Charme eines Hochwüstendorfes bewahrt. Menschen von den Anfängen wurden mit intakten Zähnen, Haaren und Haut in Sandgräbern gefunden. Ein Ort, wo nichts vergänglich scheint, wo alles trotz oder wegen der Dürre irgendwie weiter zu existieren droht.

Die alte weiss getünkte Kirche aus Lehmziegeln auf dem Dorfplatz wurde mit Sichtbalken aus Kakteenholz konstruiert. Sie hebt sich vom Himmel ab als wäre sie eine Perle im blaugrünen Meer. Der kopfsteingepflasterte Platz bildet den Boden für die interessante Dorfgemeinschaft. Im Dorf reihen sich Lehmziegelhäuser friedlich aneinander. Die mittägliche Hitze verwandelt das Dorf in wartende Stille.  -> Fortsetzung

 
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Stell dir vor, du liegst dort in einer Hängematte, eine langhaarige Katze springt vertrauensvoll und geschmeidig auf deinen Bauch und kuschelt sich hin als wollte sie auf ewige Zeiten dort bleiben. Ein treuer Hund liegt unter dir, du studierst die Früchte des exotischen Baumes über dir, ein leiser Wind kräuselt sich auf deiner Haut, der Himmel strahlt saphirblau, du atmest den Duft der Zeitlosigkeit in dich hinein, von weitem hörst du die Hühner krähen - nein, auch hier sind es die Hähne.

Du träumst weiter vor dich hin - morgen um vier wirst du das überwältigende Schauspiel der Geysire von Tatio in der Nähe der bolivianischen Grenze erleben. Es dampfe und sprudle. Einige Frühaufsteher würden gar Eier oder Milch im siedend heissem Wasser der naturgegebenen Löcher kochen. Es sei eiskalt, minus fünfzehn Grad. Später dürfest du dann deine tiefgefrorenen Knochen im dampfenden Geysirbad wieder aufwärmen. Von da aus wirst du ferne Vulkane erblicken, deren Gipfel von Schnee bedeckt sind. Die schillernden Farben in der langsam wärmenden Morgensonne würden dich immer weitertragen.

Du erlebst, wie sich die Sonne zurückzieht und dem Mond Platz macht. Dein Blick wandert zum Himmel, wo Tausende von Sternen darauf warten, dass du endlich Ruhe gibst und schläfst.

 
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